STRAßE NACH DAMASKUS

das damaskuserlebnis bezeichnet den moment, an dem sich einem menschen eine fundamentale erkenntnis vermittelt, die zur selbsterkenntnis erwächst.

die porträtierten sind menschen, die im zusammenhang mit einer suchterkrankung straffällig geworden und nun patienten des maßregelvollzuges sind. sie befinden sich in einer erprobungsphase und leben vor ihrer endgültigen entlassung aus teilweise langjährigen haftstrafen im wohnprojekt ‚neuer weg‘ der berliner stadtmission, das ihre wiedereingliederungsbemühungen unterstützt. scheitern diese bemühungen, führt ihr weg zurück in den straf- oder maßregelvollzug.

das fotoprojekt ist innerhalb eines jahres in zusammenarbeit mit der berliner stadtmission entstanden. die arbeit war geprägt von konfrontation, von annäherung und abgrenzung, - sowohl vor als auch hinter der kamera. sie ist ausdruck und resultat einer auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen bild von straffälligen und den ambivalenten erwartungen an die straffälligenhilfe.

der titel straße nach damaskus leitet sich als metapher für einen weg der abkehr und erneuerung aus dem römerbrief des apostel paulus ab und verweist auf den entstehungskontext der arbeit. die lutherische übersetzung des römerbriefs diente als quelle für die auswahl der begriffe, die jeweils der gegenstand von gesprächen mit den porträtierten waren und aus denen die texte zu den fotografien entstanden sind. straße nach damaskus ist gleichzeit teil und titel eines gruppenprojektes, welches gemeinsam mit angie dehio und andreas rost in zusammenarbeit mit der berliner stadtmission entstanden ist. [zurück]

 

AUSSTELLUNGEN | STRAßE NACH DAMASKUS

24.05.2013 - 29.08.2013 - Martin-Luther-Kirche Dresden-Neustadt

14.02.2013 - 23.03.2013 - Fotogalerie Friedrichshain

August 2012 - One Day Preview - Berliner Stadtmisssion

 

LEPORELLO | Edition 2013 | 4 + 1AP | Info

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